Aktuelles und Veranstaltungen

 

Podcasts des Heppenheimer Geschichtsvereins

„Heppenheimer Geschichte und Geschichten“

Die Podcast Reihe des Heppenheimer Geschichtsvereins startet.

Hören Sie rein.

Ein neues Familienbuch für Heppenheim

Heppenheimer Geschichtsverein stellt Band V der Heppenheimer Sippenbücher vor.

Wer weiß schon, dass ein bedeutender Pflanzenzüchter und Staatspreisträger der DDR aus Heppenheim stammte? Sein Name: Franz Johann Vettel, geboren 1894. Nachzulesen im neuesten Band der Heppenheimer Sippenbücher. Nach langer Vorbereitung ist nun der fünfte Band dieser Buchreihe erschienen.
Bearbeiter sind Helmut Becker, der verstorbene Kirchenarchivar von St. Peter in Heppenheim, und Hans Joachim Büge, der auch Herausgeber im Auftrag des Heppenheimer Geschichtsverein e.V. ist. Der neueste Band der Heppenheimer Sippenbücher deckt die Jahre 1881 bis 1900 ab. Auf ca. 560 Seiten werden die familiären Ereignisse wie Eheschließungen, Geburten und Todesfälle für Heppenheim und seine Stadtteile Erbach, Kirschhausen, Sonderbach und Wald-Erlenbach verzeichnet. Die Daten für Hambach fehlen: hier wurden ab 1876 eigene Kirchenbücher geführt.
Grundlage des Buches sind die Kirchenbücher der katholischen Kirchengemeinde St. Peter, ergänzt und erweitert durch die Dokumente der Standesämter von Heppenheim, Kirschhausen (für die damaligen Gemeinden Erbach, Kirschhausen, Sonderbach und Wald-Erlenbach) sowie Ober-Laudenbach. Das neue Heppenheimer Sippenbuch vereint also beide Quellen: Kirchenbücher und Dokumente der Standesämter sowie Ergänzungen aus den Familienbüchern umliegender Orte.
2201 Familiennummern umfasst das Buch, beginnend mit dem Namen Achenbach und endend bei Zöller. Wichtigster Bestandteil sind die Eheschließungen und die Kinder dieser Verbindungen bis zum Jahr 1909. Ihre Personendaten wurden, soweit dies möglich und auf Grund der Schutzfristen zulässig war, ebenfalls erfasst. Neu ist die Auswertung der „Abmeldebücher der Gemeinde Heppenheim“.

Sie klären oft den Verbleib Heppenheimer Bürger und geben einen Einblick in die Bemühungen der Einwohner, ihre Lebenssituation zu verbessern. Viele junge Frauen suchten in den umliegenden Städten und Gemeinden eine Stellung, meist als Haus- oder Dienstmädchen.
Blättert man durch die Seiten des im festen Einband sorgfältig gebundenen Buches, so fällt in der Fülle der Einträge manches Schicksal auf. Besonders die beiden Weltkriege haben viele Opfer gefordert. Aber auch zahlreiche Abwanderungen in die ganze Welt lassen sich finden. Allerdings hatte die Auswanderung aus Deutschland ihren Höhepunkt bereits vorher erreicht.

V.l.n.r. Manfred Bräuer Geschichtsverein, Reiner-Erich Dören Archiv St. Peter, Katrin Rehbein Archiv der Stadt Heppenheim, Rainer Burelbach Bürgermeister der Stadt Heppenheim, Hans Joachim Büge Geschichtsverein
Foto: Bernd Sterzelmaier

 

Vortrag „Volksversammlung, Gefechte und Gefängnis Heppenheim und das Ende der Revolution von 1848/49“

am 15. Oktober 2022

Der Geschichtsverein beteiligt sich an städtischen Veranstaltungsreihe zum Jubiläum 175 Jahre Heppenheimer Versammlung vom 9. bis 16. Oktober mit einem Vortrag des Vorsitzenden, Dr. Karl Härter. Unter dem Thema „Volksversammlung, Gefechte und Gefängnis: Heppenheim und das Ende der Revolution von 1848/49“ stellt Karl Härter am Samstag, 15. Oktober 2022, 19 Uhr, im Marstall des Kurmainzer Amtshofs Heppenheim als ein Schauplatz der Niederschlagung der demokratischen Bewegung vor. Mit der Volksversammlung von Ober-Laudenbach, dem Heppenheimer Gefecht und der Inhaftierung von Demokraten wie Alexander Büchner im Halben Mond behandelt der Vortrag Ereignisse des Jahres 1849, die das Ende der Revolution markieren.

Das komplette Programm zur Festwoche „Auf dem Weg zur Demokratie 1848/49“ in Heppenheim vom 9. Oktober bis 16. Oktober 2022 können Sie hier einsehen.

Impressionen (fotografiert von Karlheinz Mulzer)