Pressemitteilungen

Mühlentag am Pfingstmontag 2022 in Heppenheim

Mühlentag am Pfingstmontag 2022  in Heppenheim.

Mitgliederversammlung und Vorstandswahlen des Heppenheimer Geschichtsvereins

29.11.2021

Im November führte der Heppenheimer Geschichtsverein seine Jahresmitgliederversammlung durch und wählte einen neuen Vorstand. Der Vorsitzende Prof. Dr. Karl Härter konnte zahlreiche Mitglieder begrüßen, die sich unter Beachtung der „2 G–Regel“ im Marstall des Kurmainzer Amtshofs eingefunden hatten, für dessen Überlassung er dem Magistrat der Kreisstadt Heppenheim dankte. Der anschließende Jahresbericht zog für die Jahre 2020 und 2021 eine durchweg positive Bilanz. Trotz der Pandemie arbeitete der Verein erfolgreich weiter und konnte vier neue Mitglieder begrüßen. Allerdings waren auch Mitglieder verstorben, derer die Versammlung in einer Schweigeminute gedachte. Erfolgreich vorangetrieben wurden mehrere Projekte, mit denen der Verein auch in der Öffentlichkeit präsent war. Dr. Hermann Müller berichtete über die vielfältigen Aktivitäten zur Heppenheimer Mühlengeschichte, darunter die Einweihung des Kunstwerks und Mühlendenkmals auf dem „Mühlen-Kreisel“, das an Heppenheim als „Stadt der Mühlen“ erinnert. Eine von Dr. Müller erarbeitete umfangreiche Dokumentation zur Heppenheimer Mühlengeschichte liegt im Manuskript vor und soll im Druck publiziert werden. Eine weiteres Projekt zu historisch bedeutenden Heppenheimerinnen und Heppenheimer stellte Dr. Karlheinz Mulzer vor. In dem von ihm herausgegebenen Buch werden Autorinnen und Autoren des Geschichtsvereins das Leben und Wirken von mehr als 20 in Heppenheim geborenen Persönlichkeiten in Kurzbiografien schildern. Die Arbeiten am Heppenheimer Sippenbuchs hat Hans Joachim Büge fortgeführt und auf der Basis der Vorarbeiten des verstorbenen Kirchenarchivars Helmut Becker den fünften Band fertig gestellt, der die Jahre 1881-1900 abdeckt.

Um diese Buchprojekte zu realisieren ist der Verein weiterhin auf Spenden angewiesen. Danken konnte Dr. Härter in diesem Zusammenhang Pia Keßler-Schül, der ESM Energie- und Schwingungstechnik Mitsch GmbH und der Sparkassenstiftung Starkenburg, die das Kunstwerk auf dem „Mühlen-Kreisel“ durch großzügige Spenden ermöglicht hatten. Der anschließende Kassenbericht durch Kassenwart Manfred Bräuer fiel dann auch positiv aus. Die Kassenprüfer Pia Keßler-Schül und Ludger Schürmann attestierten eine einwandfreie Kassenführung und beantragten die Entlastung des Vorstands, die ohne Gegenstimmen erteilt wurde.

Abschließend dankte der Vorsitzende ausdrücklich Spendern, Kassenprüfer, Vorstand und Mitgliedern für die hervorragende Arbeit und Unterstützung des Vereins. Besonderer Dank und kleine Buchpräsente gingen an die beiden ausscheidenden Vorstandsmitglieder: Lucia Frank unterstützte viele Jahre als Beisitzerin Führungen und die Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum. Dieter Schnabel, der seinen achtzigsten Geburtstag feiern konnte, kandidierte nicht mehr für das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden, das er seit 2006 ausgeübt hatte, nachdem er bereits ab 1995 als Vorsitzender gewirkt hatte. Durch seine Diavorträge vermittelte er die Stadtgeschichte einer breiten Öffentlichkeit und bereicherte zahlreiche Publikationen. Vorstand und Verein dankten ihm sehr für sein langjähriges Engagement.

Bei den anschließenden Vorstandswahlen, die Norbert Schül, Vorsitzender der Altstadtfreunde, leitete, stellten sich Dr. Karl Härter als Vorsitzender, Dr. Hermann Müller als Schriftführer und Manfred Bräuer als Kassenverwalter zur Wiederwahl. Für die offene Position der stellvertretenden Vorsitzenden schlug der Vorstand die bisherige Besitzerin Andrea Falk vor, die sich bereits als Stadtführerin und bei der Betreuung der Homepage eingebracht hatte. Als Beisitzer kandidierten erneut Dr. Karlheinz Mulzer, André Rittersberger und Dr. Kurt Voelcker sowie auf Vorschlag der Mitgliederversammlung Martin Metzendorf, der als Vorsitzender des Fördervereins Kulturdenkmal Alte Synagoge Heppenheim die Verbindung zwischen den beiden Vereinen verstärkt. Alle Kandidatinnen und Kandidaten wurden ohne Gegenstimmen gewählt und nahmen die Wahl dankend an. Für das Amt der ebenfalls neu zu wählenden Kassenprüfer wurden aus den Reihen der Mitglieder Prof. Dr. Heinz-Rudi Brunner und Ernst-Ludwig Drayß vorgeschlagen, die beide viel Erfahrung im Ehrenamt mitbringen und ebenfalls ohne Gegenstimmen gewählt wurden.

Mit diesem starken Votum der Mitglieder kann der neue Vorstand seine Arbeit aufnehmen. Geplant sind neben den Buchpublikationen eine Exkursion nach Aschaffenburg und die Teilnahme am Deutschen Mühlentag 2022 (Pfingstmontag 6. Juni). Gemeinsam mit dem Förderverein Kulturdenkmal Alte Synagoge soll 2022 eine Vortragsveranstaltung zu den regionalen Bezügen von „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, und mit den Altstadtfreunden sollen Aktivitäten zum Tag des offenen Denkmals, zum Mühlenrundweg und der oberen Vorstadt realisiert werden.

Abb.: Der neu gewählte Vorstand des Heppenheimer Geschichtsvereins (von links nach rechts):
Dr. Hermann Müller, Dr. Kurt Voelcker, André Rittersberger, Manfred Bräuer, Prof. Dr. Karl Härter, Andrea Falk, Dr. Karlheinz Mulzer, Martin Metzendorf.

Heppenheimer Mühlen-Kreisel mit Kunst-Mühlrad

09.10.2021

Der Verkehrskreisel an der B3 im Süden von Heppenheim am Ausgang des Erbacher Tales wird seit dem 9. Dezember 2020 durch die Montage eines Kunst-Mühlrades symbolträchtig als Mühlen-Kreisel gestaltet.

Im Oktober 2021 erfolgte nun die offizielle Einweihung…

Pia Keßler-Schül sah 2017 im Zillertal einen schönen Kreisel mit einem großen Mühlrad auf der Mittelinsel. Als Mitglied der Mühlen-AG im Heppenheimer Geschichtsverein und als Mühlenführerin für den Heppenheimer Mühlenrundweg kam ihr sofort der Gedanke, dass so etwas auch in Heppenheim sehr passend wäre. Immerhin war Heppenheim in früheren Zeiten eine Mühlenhochburg in der an über 60 Standorten Wasserräder zum Antrieb von Mühlen unterschiedlicher Art dienten.

Von der Idee bis zur Realisierung war und ist es ein weiter Weg. Ein erstes Ergebnis ist jetzt zu sehen. Auf dem Mühlen-Kreisel wurde ein Kunst-Mühlrad aufgestellt, das von dem Abtsteinacher Bildhauer Martin Hintenlang entworfen und gestaltet wurde. Die endgültige Fertigstellung kann allerdings erst im Frühjahr 2021 in Verbindung mit der landschaftsgärtnerischen Gestaltung der Verkehrsinsel geschehen. Auch eine vom Geschichtsverein gestaltete Geopunkttafel wird noch in der Nähe aufgestellt, die über die Heppenheimer Mühlengeschichte und die Symbolik des Kunstwerks informiert.

Die Stadtverwaltung war für das Vorhaben von Beginn an sehr aufgeschlossen und unterstützte es. In guter Zusammenarbeit von städtischen Mitarbeitern, Künstler, der Sparkassenstiftung als Förderer und den Sponsoren - Pia Keßler-Schül und der Firma ESM - sowie des Geschichtsvereins (die Mitglieder der Mühlen-AG Dr. Hermann Müller und Pia Keßler-Schül und dem Vorsitzenden des Vereins, Dr. Karl Härter) wurde ein Konzept erstellt und die Finanzierung geregelt.

Das Kunst-Mühlrad auf dem Mühlen-Kreisel erinnert nicht nur an 800 Jahre Mühlengeschichte in Heppenheim, sondern auch an die umweltfreundliche Nutzung der Wasserkraft. Das offene Mühlrad mit seinen im kommenden Frühjahr noch zu verlegenden Ausschweifungen symbolisiert neben dem Niedergang der Mühlenindustrie zugleich auch das damit verbundene Verschwinden des Müllerhandwerks.

Darüber hinaus provoziert es den interessierten Betrachter zum Nachdenken über die noch offene Frage unserer zukünftigen Energieversorgung und -wirtschaft. Es ist ein im öffentlichen Raum stehender Denkanstoß zur Nutzung von erneuerbaren Energien im Kampf gegen den Klimawandel.

Der Winzer-Kreisel im Norden der Stadt und der Mühlen-Kreisel im Süden symbolisieren zusammen zwei Berufszweige, die in dem früher landwirtschaftlich geprägten Heppenheim eine große Bedeutung hatten. Beachtenswert ist dabei auch die enge Verbindung zwischen den Müllern und Winzern. Zu mindestens elf der Heppenheimer Mühlen gehörten Weinberge und die Mühlenbesitzer betrieben im Nebenerwerb Weinbau.

Die Lage des Mühlen-Kreisel ist bewusst gewählt. Er liegt am Erbach und nicht weit entfernt arbeiteten einst fünf Getreidemühlen, zwei Ölmühlen und eine Schneidmühle an fünf Mühlenstandorten im Erbacher Tal. An der vielbefahrenen B3, auf der kleinen Anhöhe des Kreisels, bietet das Kunst-Mühlrad einen attraktiven Blickfang.

Montage des Kunst-Mühlrades (Foto Pia Keßler-Schül)

Gottfried Pirsch - Starkenburger Echo, 5.7.2019 & Bergsträßer Anzeiger, 16.7.2019

Datei "2019-Gottfried_Pirsch.pdf"

Katharina Katzenmaier - Starkenburger Echo, 18.7.2019 & Bergsträßer Anzeiger, 18.7 .2019

Datei "2019-Katharina_Katzenmaier.pdf"

Georg Friedrich Freiherr von Zentner (1752-1835): Ein bayerischer Staatsmann aus Heppenheim

Datei "HPPersoenlichkeiten_Zentner_Haerter.jpg"

Prof. Dr. Peter Helmling – Mathematikprofessor aus Erbach - Starkenburger Echo 08.08.19

Datei "Prof.-Dr.-Peter-Helmling---Mathematikprofessor-aus-Erbach-08.08.19.pdf"

Barbara Koob - eine Heilige aus Heppenheim - Starkenburger Echo 15.08.19

Datei "Barbara-Koob---eine-Heilige-aus-Heppenheim-15.08.19.pdf"

Richard Mainzer ein Heppenheimer Jurist jüdischer Herkunft - Starkenburger Echo 13.08.19

Datei "Richard-Mainzer-ein-Heppenheimer-Jurist-jüdischer-Herkunft-13.08.19.pdf"

Der Pharmazeut Georg Friedrich Walz - Starkenburger Echo 21.08.19

Datei "Der-Pharmazeut-Georg-Friedrich-Walz-21.08.19.pdf"